08.04.2026

Erstes DEB-Nachwuchscamp für Spielerinnen setzt neue Impulse

Weißwasser/O.L., den 08.04.2026. - Mit einem deutschlandweit erstmaligen Format haben die Lausitzer Füchse gemeinsam mit dem Deutschen Eishockey-Bund e.V. neue Maßstäbe in der Nachwuchsarbeit im Mädchen- und Frauen-Eishockey gesetzt: In der Eisarena Weißwasser fand der erste regionale Stützpunkt-Trainingstag dieser Art statt.
Initiiert wurde die Maßnahme von Füchse-Geschäftsführer Dirk Rohrbach in enger Abstimmung mit dem DEB und U18-Bundestrainer Sebastian Jones. Neben dem etablierten DEB-Stützpunkt in Füssen soll die Nachwuchsarbeit künftig verstärkt in den Regionen stattfinden. Denn genau dort ist ein besonders intensives und nachhaltiges Arbeiten mit den Talenten möglich.
„Wir wollen neue Wege gehen und die Spielerinnen dort erreichen, wo sie täglich trainieren. Diese regionalen Camps ermöglichen es uns, deutlich intensiver mit den Talenten vor Ort zu arbeiten“, erklärt Jones.

Hohe Qualität und große Bandbreite im Teilnehmerfeld
Insgesamt nahmen 21 Feldspielerinnen und drei Torhüterinnen aus den Jahrgängen 2009 bis 2013 am Camp teil. Neben U16- und U18-Kaderspielerinnen erhielten auch perspektivreiche Nachwuchstalente aus Weißwasser, Crimmitschau, Dresden und Berlin die Chance, sich zu präsentieren.
Prominenteste Teilnehmerin war Mathilda Heine, die in diesem Jahr im Alter von nur 16 Jahren als jüngste Spielerin zum Kader der deutschen Frauen-Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen in Mailand gehörte. Aus dem Nachwuchs der Lausitzer Füchse waren insgesamt zehn Spielerinnen vertreten.
Sebastian Jones zeigte sich mit dem Niveau sehr zufrieden: „Die Kaderbreite und Leistungsdichte in diesen Jahrgängen ist bereits jetzt bemerkenswert hoch. Genau hier wollen wir frühzeitig ansetzen und die Spielerinnen gezielt auf die Anforderungen im internationalen Bereich vorbereiten.“

Intensive Arbeit auf und neben dem Eis
Im Fokus der Trainingseinheiten standen vor allem offensive Abläufe sowie der strukturierte Eintritt in die gegnerische Zone – zentrale Elemente, die im internationalen Vergleich eine entscheidende Rolle spielen.
Ergänzt wurde das Eistraining durch Stationsarbeit, intensive Übungsformen mit hoher Puck Bewegung sowie theoretische Einheiten. Neben Jones vermittelte auch Sachsens Landestrainer Torsten Heine wichtige Inhalte auf und abseits des Eises.
Die Spielerinnen absolvierten einen anspruchsvollen Trainingstag mit vielen neuen Impulsen. Gleichzeitig boten die Pausen Raum für Austausch und gute Stimmung, beim gemeinsamen Mittagessen konnten die Kräfte gebündelt und der Teamzusammenhalt weiter gestärkt werden.

Weißwasser als wichtiger Baustein in der Entwicklung
Für Dirk Rohrbach ist das Camp ein wichtiger Schritt für die Zukunft: „Es ist unser Anspruch, solche Formate nachhaltig zu etablieren und weiter auszubauen. Nur so können wir die Nachwuchsarbeit – gerade im weiblichen Bereich – hier am Standort Weißwasser langfristig stärken und erfolgreich gestalten.“
Auch aus Sicht des DEB ist der eingeschlagene Weg entscheidend, um bestehende Entwicklungspotenziale zu nutzen. Besonders der Übergang vom Nachwuchs- in den Frauenbereich sowie die generelle Wahrnehmung des Frauen-Eishockeys stehen dabei im Fokus.

Nächste Schritte bereits geplant
Für einen Teil der teilnehmenden Spielerinnen geht es in den kommenden Monaten nahtlos weiter: Bereits im Mai steht ein mehrtägiges Athletikcamp in Frankfurt am Main auf dem Programm, bevor im Juli die Sommerlehrgänge der U16- und U18-Nationalmannschaften folgen.
Der Eishockeystandort Weißwasser hat mit dem Auftakt der regionalen Stützpunkttage nicht nur neue Impulse gesetzt, sondern möchte dieses Modell als Vorbild für zukünftige Maßnahmen im deutschen Mädchen- und Frauen-Eishockey verstanden wissen.