28.03.2019

U20 Relegationsspiele um den Verbleib in der DNL2 23.3.2019

1. Relegationsspiel U20 um den Verbleib in der DNL2 am 23.3.2019

 

Das war also das Wochenende, welches über das weitere Schicksal unserer U20-Mannschaft entscheiden sollte!

Die beiden entscheidenden Spiele gegen den EV Füssen standen an. Beide Mannschaften hatten ihre Spiele gegen die Moskitos aus Essen gewonnen, die beiden direkten Vergleiche mussten also die Entscheidung bringen.

Dank des Aufrufes über facebook waren nochmal deutlich mehr Besucher als üblich in das Stadion gekommen, um unsere Jungs anzufeuern, auch eine starke Abteilung der Jugendszene der Edelfans war vertreten und trieb unsere Mannschaft mit ununterbrochenen Gesängen voran.

An unserer Bank stand als Hoffnungsgeber unser neuer Trainer, der neuen Schwung in das Team bringen sollte und wollte, der auch der Nachwuchscheftrainer der neuen Saison sein wird. Viele kennen ihn sicher noch aus längst vergangenen Zeiten: Sebastian Wolsch ist zurück!

Den ersten Angriff startete dann auch unsere Mannschaft, dieser wurde allerdings abgewehrt, und dann spielte nur noch ein Team- Füssen. Die Füssener erzeugten die definierteren Spielzüge, damit und mit der höheren Geschwindigkeit erzielten sie mehr Wucht in ihren Angriffen und folgerichtig fiel in der 11.min ihr Führungstreffer.

Zwei Minuten später gelangen Eddy Lysk und Fabian Herzog ein schneller Konter mit direktem Zug auf das Tor, den Luis Rentsch zum Ausgleichstreffer abschloss. Mit dem 1:1 ging es in die Pause.

Das zweite Drittel sah unsere Mannschaft zunächst minutenlang mit verstärkten Angriffsbemühungen. Es gelang allerdings kein Tor und Füssen bestrafte dies mit der urplötzlichen 2:1-Führung praktisch aus dem Nichts in der 29.min. Dieses Tor raubte uns doch ziemlich den Mut. So sehr sich Brian Bölke auch mühte, in der Abwehr durch kluges Stellungsspiel Sicherheit zu geben und im Angriff mit genauen Pässen vor des Gegners Tor Gefahr schuf, so sehr Eddy mit seinen Sprints immer wieder versuchte, die Scheibe nach vorne zu tragen- es gelang unseren Angreifern nichts zählbares.

Die ersten Minuten des Abschlussdrittels gehörten zunächst unserer Mannschaft, dann entwickelte sich ein verteiltes Spiel, in dem auf unserer Seite vor allem die Fehlpässe dominierten.

In der 54.min schließlich zahlte sich das sichere und schnellere Spiel der Füssener aus: eine Kombination, bei der unsere Spieler nur zusehen konnten, schlossen sie mit dem dritten Treffer ab. Wie sich zeigen sollte, war das bereits die Entscheidung des Wochenendes und der wenig ruhmreiche Abschluss der Saison...

Lennard Weser im Tor hielt uns in der 57.min nochmal mit einer Riesenrettungsaktion im Spiel. Dann nahm Füssen eine Auszeit, anschließend versuchten wir mit aller Kraft, nochmal etwas zu reißen- umsonst... Die Füssener knockten uns mit einem überfallartigen Konter aus- 1:4...

Sehr nachdenklich verließen Spieler, Trainer und Zuschauer das Stadion. Allen war klar, diese sehr stark aufspielenden Füssener mit ihrem schnellen, genauen und kraftvollen Spiel werden im Sonntagsspiel, wenn überhaupt, nur durch gnadenlosen Einsatz jedes Spielers und ebenso gnadenloses mannschaftlich geschlossenes Auftreten der gesamten Mannschaft zu gefährden sein. 

 

2. Relegationsspiel U20

 

Mangelnden Kampfgeist kann man unserer Mannschaft nicht vorwerfen: sie startete wie beim ersten Spiel sofort mit einem energischen Angriffsversuch, der leider allerdings vor des Gegners Tor abgefangen wurde.

Dann zog ein Hauch von KHL in die Luft... Der Füssener Trainer, der in der nächsten Saison eine Assistenztrainerstelle in der KHL besetzen wird, hatte wohl unser System völlig durchschaut und seine Jungs mit der passenden Spielweise auf das Eis geschickt. Minutenlang kamen unsere bedauernswerten Jungs nicht an den Puck, ihnen blieb nur die Rolle des interessierten Beobachters.

So fielen die Tore für Füssen in der 4. und 13.min nur folgerichtig.

Eine Minute später traf der immer aktive Leo Prüßner nur den Pfosten. Eine fünf-zu-drei Übermacht wenig später konnte nicht genutzt werden, nicht eine Chance wurde herausgearbeitet, im Gegenteil, als die Füssener wieder zu viert waren, erzielten sie entschlossen das 3:0.

Im zweiten Drittel ließen die Füssener etwas nach und unsere Abwehr konnte sich recht gut organisieren. In der 44.min enteilten die Füssener auf 4:0.

Das Schlussdrittel stand etwa bis zur Hälfte im Zeichen unserer Mannschaft, sie spielte ein ansehenswertes Eishockey und konnten ein ausgeglichenes Spiel erzwingen. Doch so sehr sich Eddy Lysk bis zum Schlusspfiff  immer wieder verzweifelt um Gefahr vor dem gegnerischen Tor bemühte, er auch immer wieder im kämpferischen Prüssi und dem listigen Herzi Unterstützung fand- zwingende Torchancen gelangen nicht und der Ehrentreffer blieb uns versagt. Dafür gelang Füssen in der 59.min noch das 5:0. 

Niedergeschlagen standen unsere Jungs nach dem Abschlusspfiff auf dem Eis, auch (berechtigte) Tränen flossen. Man muss aber realistisch sagen, nach dem Verlauf dieser Saison musste der Abstieg fast erwartet werden. Die Trainingsleistungen und die daraus erwachsenen Spielergebnisse ließen keinen Raum für höherfliegende Pläne zu, viel zu wenig Spieler konnten sich entscheiden, ihr zweifellos vorhandenes Potential zu entwickeln. Vor dem neuen Cheftrainer und seinem Kollektiv steht die schwierige Aufgabe, über den Sommer eine quantitativ und qualitativ höherstehende Mannschaft zu formen. Auf der Grundlage einer besseren Physis kann das Ziel für die kommende Saison ausschließlich der sofortige Wiederaufstieg sein.

Drei Sportler standen mit dem heutigen Spiel letztmalig für die Füchse auf dem Eis: Aaron Kraßmann, Piotr Ciechanowski und Eddy Lysk. Sie müssen ihre aktive Laufbahn in Weißwasser aus Altersgründen beenden. Wir beglückwünschen alle drei Jungs zu der sehr guten Entwicklung, die sie im Sport genommen haben. Wir haben Euch immer mit Vergnügen auf dem Eis gesehen und wünschen Euch weiter alles Gute ! Wie wir mit Freuden vernommen haben, werden Eddy und Aaron ihre Laufbahn fortsetzen und der Nieskyer Mannschaft ab Herbst neue Impulse geben. Und auch Piotr rufen wir zu: Piotrek, wszystkiego najlepszego!

Zum Wochenabschluss gab es dennoch eine erfreuliche Nachricht: Thea Bartell, unsere Nationalspielerin in der Altersklasse U18, wurde bei der Umfrage der "Sächsischen Zeitung" nach den populärsten Sportlern der Oberlausitz des Jahres 2018 von den Sportfreunden der Region auf den ersten Platz gesetzt! Natürlich gratulieren wir ihr ganz herzlich und wünschen alles Gute. Thea wird ihre sportliche Laufbahn ab der nächsten Saison bei den Eisbären in Berlin fortsetzen. Die Daumen sind gedrückt, es ist allbekannt, dass es ein langer und harter Weg ist, aber endlich, nach langen Jahren, soll es wieder einmal Teilnehmer an Weltmeisterschaften oder gar Olympischen Spielen aus Weißwasser geben!

 

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