30.11.2018

U20 gegen den Schwenninger ETC Sonntag, 25.11.2018

Die Partie begann zunächst so, wie die gestrige endete: mit hohem Tempo und hart geführten Zweikämpfen.

Die harten Zweikämpfe sollte bis zum Schluß charakteristisch bleiben. Die Schiedsrichter ließen das Spiel maximal laufen, aber manchmal war selbst für sie der Bogen überspannt, die Strafstatistik zeigte am Schluß fünf Zweimutenstrafen für Schwennigen, vier für uns plus zwei Spieldauerdisziplinarstrafen.

Durch unsere läuferische Überlegenheit gelang uns in der 10.min die Führung, eine schnelle Kombination Balzer-Krumins brachte Fabian Herzog in Schußposition.

In der Folge drückte natürlich Schwenningen mehr und kam in der 12.min zum Ausgleich. Postwendend kamen wir in der 17.min durch einen schnell abgeschlossenen, klugen Konter über Krautz-Rentsch-Ciechanowski zur erneuten Führung, vergaben diese aber wiederum durch zweimalige grobe Unaufmerksamkeit in der Abwehr in der 19. und 20.min.

Mit dem 2:3 ging es in die Pause.

Bereits in der 29.min erhöhe Schwenningen auf 4:2 aus ihrer Sicht, von uns saßen zwei Spieler auf der Bank und es sah gar nicht gut für unsere Mannschaft aus, der Spielfaden drohte verloren zu gehen.

So einfach gaben unsere Spieler allerdings noch lange nicht auf. Unser Spiel gewann allmählich wieder Kontur. Dazu kam ein langsamer, stetiger Kräfteverlust beider Mannschaften, die Angriffe wurden zwar nach wie vor mit aller Heftigkeit geführt, hatten aber nicht mehr ganz die Wucht. Und es war auch zu erkennen, dass wir ein Körnchen mehr zu verschießen hatten, ein klitzekleines nur, aber das entscheidende.

Eine konzentrierte Kombination unsererseits über Geschke-Herzog verwandelte in der 36.min Jakob Rebel zum 3:4 und bereits eine Minute später sorgten Kraßmann-Droick dafür, daß Gustavs Krumins den neuerlichen Ausgleich erzielen konnte.

Mit dem 4:4 konnten die beiden Trainer Mücke und Götz die Mannschaft in der Pause sicher mit etwas ruhigeren Worten auf das letzte Drittel einstimmen.

In diesem wurden alle Spieler bis an die Grenzen belastet, das Spiel wogte unaufhörlich hin und her, fast jeder Angriff mündete in eine Torchance, die Torleute hatten alle Hände voll zu tun, ihr Gehäuse rein zu halten.

Und es kam wieder wie schon so oft in diesen beiden Spielen: durch eine mustergültige Querkombination in der 43.min stellte Schwenningen, diesmal in Unterzahl, einen Mann frei, der Nick Vieregge im Tor keine Chance ließ und zum 5:4 für Schwenningen einschoß. Es sah nicht gut aus für unsere Mannschaft. 

Jetzt kam aber das bereits erwähnte Körnchen mehr Power bei uns zur Wirkung: wir bekamen ein leichtes Übergewicht, konnten unsere Aktionen nun mit mehr Konzentration als die Gäste fahren, denen doch etwas die Milchsäure in den Körper schoß.

Und so erzielte Prüssi Prüßner in der 46.min in Zusammenarbeit mit Max Droick und dem unermüdlichen Eddy Lysk in Überzahl den Ausgleich.

Auf der Tribüne wurden nun allerheftigst die Daumen gedrückt und ganz logisch- in der 51.min gelang Robin Krautz auf Vorarbeit von Ciechanowski und Geschke der Siegestreffer. 

Die restlichen Minuten vergingen im weiterhin unermüdlich geführtem Schlagabtausch, allein- jetzt hatten beide Abwehren die müder werdenden Stürmer im Griff und ließen keine Tore mehr zu. Unser ebenbürtiger Gegner aus Schwenningen mußte schließlich die Niederlage akzeptieren.

Freudestrahlend ließen sich unsere Spieler feiern und verließen glücklich lachend das Eis.

Das 5-Punkte-Wochende führte zwar noch nicht dazu, daß unsere Mannschaft die rote Laterne in der Tabelle abgeben durfte, zeigt aber allen, welches Potential in der Mannschaft steckt. Freilich- die Zuschauer auf den Rängen wissen längst, daß die Mannschaft zu mehr in der Lage ist, als der Tabellenrang suggeriert. 

Es kommt nun darauf an, dass die immer wieder auftretenden Schaltpausen in der Abwehr minimiert werden sowie die heute und gestern gezeigte gute Mannschaftsleistung im Angriff zur Norm wird.

Am nächsten Wochende stehen zwei Auswärtsspiele in Rosenheim an, dann erfolgt am Jahresanfang ein Spiel in Riessersee, ehe die Mannschaft beim nächsten Heimspiel am 12.Januar gegen Dresden die Möglichkeit hat, den heimischen Anhängern ihr gewachsenes Leistungsvermögen unter Beweis zu stellen.

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