28.11.2018

U20 gegen den Schwenninger ERC 24.11.2018

Den Bericht vom Spiel in der letzten Woche gegen Dresden schlossen wir mit den Worten "Wir drücken unserer Mannschaft die Daumen, dass sie endlich den Bock umstößt, mit Siegeswillen Druck aus allen Mannschaftsteilen aufbaut und damit zum Erfolg kommt!" ab. Mit dieser Hoffnung fanden sich wieder zahlreiche Zuschauer im Stadion ein. 

Und offensichtlich hatte man innerhalb der Mannschaft nun verstanden, daß Eishockey ein Mannschaftssport ist und das in einem Wettkampf, den selbstverständlich auch der Gegner gewinnen will, mit 90% Leidenschaft nichts zu erreichen ist und von allen Mannschaftsteilen allermindestens 100% erforderlich sind, um zum Erfolg zu kommen.

Unsere Mannschaft bewies hohe spielerische, physische und psychische Qualitäten und so begeisterte das Spiel wohl jeden in der Halle, zumal unser Gegner jederzeit mithalf, das Spiel schnell und sehr ansehenswert zu machen.

Das Spiel begannen wir mit hohem Tempo, aus allen Mannschaftsteilen wurde von Beginn an schnell und aufmerksam nach vorn gespielt, so blieb es nicht aus, daß, als Schwenningen in der 2.min den Puck vertändelte, ein blitzartiger Gegenangriff gestartet wurde, den Max Droick mit einem genauen Hammer aus halbrechts abschloß und zum 1:0 verwandelte.

Die ebenfalls überhaupt nicht schlafenden Schwenninger nutzten eine Schaltpause unserer gesamten Verteidigung und starteten ihrerseits bereits zwei Minuten später einen kompromißlosen Gegenstoß, bei dem unsere Spieler keine Chance zum Eingreifen hatten und den Ausgleich hinnehmen mußten.

In der Folge wurde Schwenningen die dominierende Mannschaft und schnürte uns durch ihre überlegene Spielweise minutenlang in unserem Drittel ein. Allerdings ließen unsere Jungs keine echte Torchance zu, denn alle Arme und Schläger arbeiteten vereint in intensiver Abwehrarbeit und Lennard Weser im Tor hatte kaum ernsthaft einzugreifen. 

Schließlich kam es wie so oft, wenn eine Mannschaft ihre optische, scheinbare, Überlegenheit nicht in Tore ummünzen kann: in der 15.min brachte ein schneller, entschlossener Entlastungangriff den Puck über Toni Domula und Luis Rentsch zu Robin Krautz, der zur 2:1-Führung verwandelte. 

Fazit des ersten Drittels: schnelles Spiel, Schwenningen optisch überlegen, unsere Stürmer machten aus drei Chancen zwei Tore.

Zum zweiten Drittel erschienen unsere Spieler offensichtlich noch im Pausenschlaf auf der Eisfläche, Schwenningen erzielte bereits 42 Sekunden nach Wiederanpfiff den Ausgleich. Als ob das nun die gesamte Mannschaft in den absoluten Tiefschlaf versetzt hätte, marschierten schon 46 Sekunden später die gegnerischen Angreifer unbedrängt und bestaunt von unseren Spielern wiederum vor unser Tor und bedankten sich mit dem 2:3-Führungstreffer. 

Der weckte nun unsere Mannschaft, die nun ihrerseits die Zuschauer in Staunen versetzte, dann es entwickelte sich ein sehr schnelles zweites Drittel, das mit Rasanz und gesunder Härte geführt wurde. Auf beiden Seiten ließen die aufmerksamen Verteidiger aber keine ernsthaften Torchancen zu.

Im dritten Drittel zog das Tempo noch mehr an und es entwickelte sich ein erbitterter Fight, der zuweilen bis hart an die Grenzen zur Unfairnis geführt wurde. Unsere Mannschaft hielt in allen Belangen voll mit und konnte sich nun auf ihre konzentrierte Abwehrarbeit voll verlassen. Und aus dieser heraus gelang dann in der 47.min ein astreiner Konter: der an der Mittellinie lauernde Piotrek Ciechanowski erhielt aus der tiefen Abwehr einen steilen Paß, mit knallharten Antritt ließ er seinen Gegner blitzartig um zwei Schritte hinter sich und erzielte mit saftigem Schuß den 3:3-Ausgleich. Groß war der Jubel über dieses großartig herausgespielte Tor.

In der Folge beherrschten trotz ständiger mit höchstem Tempo vorgetragener Angriffe die Abwehrreihen die Situation, so daß zur fünfminütier Verlängerung vier gegen vier angetreten wurde.

Hier kreierten die Stürmer beider Mannschaften wiederum abwechselnd Chancen über Chancen, die sämtlichst nicht genutzt werden konnten. Schwenningen erarbeitete sich nicht nur einfache Chancen, sondern sogar zwei 100%ige Möglichkeiten. Bei der ersten unterstütze der Pfosten tatkräftig unsere Jungs, bei der zweiten blieb Leo Prüßner als letzte Möglichkeit nur der Griff ganz ganz tief in die Trickkiste, um vor den Augen der konsternierten Schwenninger den Puck in der Manier eines französischen Fünf-Sterne-Kellners aus der Gefahrenzone zu tragen.  

Die Entscheidung mußte das Penaltyschießen bringen.

Hier versagte unserem ersten Schützen, dem sonst so sicheren Piotr Ciechanowski, die Nerven, er verhaspelte sich vor dem Torwart. 

Im Gegenzug war Lennard Weser rechtzeitig mit dem Schoner zur Stelle und wehrte den Schuß ab. Luis Rentsch als nächster drückte zwar entschlossen, aber zu ungenau ab. 

Auch beim zweiten Versuch von Schwenningen war Lennard genau im rechten Moment zur Stelle.

Die Last der Verantwortung trug nun Prüssi, der eben noch den Klasse-Verteidiger abgegeben hatte. Er ließ sich auf keine Diskussion ein und verwandelte mit trockenem plaziertem Schuß durch die Schoner.

Den Sieg für uns sicherte Lennard. Er erahnte den Plan des Schützen und trat ihm entgegen, so daß dieser nur hilflos an den Schoner schießen konnte.

Großer Jubel erhob sich auf den Rängen, unsere Spieler umarmten sich und verließen freudestrahlend das Eis.

Sie hatten ein richtig gutes Spiel abgeliefert, das viel Hoffnung macht.

Zunächst steht aber noch das Sonntagsspiel an, wichtig wird eine gute Regeneration sein, um nach diesem schweren Spiel und kurzer Nacht morgen früh wieder fit auf dem Eis zu stehen.

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