07.02.2020

U20 am Sonntag, 2. Februar gegen Rote Teufel Bad Nauheim

(A.N.)Bad Nauheim ging dieses Spiel nach der gestrigen Niederlage tatsächlich wie die Teufel an- die Mannschaft erdrückte in den ersten fünf Minuten unsere Spieler regelrecht und ließen sie kaum aus dem eigenen Drittel heraus.


Als die Nauheimer in der 6.min eine Strafe bekamen, konnte dies Steven Nyschan (Gebert, Schulz) zum etwas glücklichen Führungstreffer nutzen. Bad Nauheim ließ sich zunächst nicht beirren und stürmte weiter- bis sich ihr Tormann einen kapitalen Fehler leistete und die Rundung der Eisfläche wohl mit seinem Gehäuse verwechselte, ein recht seltener Anblick. Wladimirs Baziljews und Wolodomir Juschtschenko, der eine unser russischer Wladimir, der andere unser ukrainischer, setzten Luis Rentsch ein, der das leere Tor tatsächlich traf- 2:0! Nur Sekunden später nutzte Luis Rentsch den Rücken des unglücklichen Tormannes aus, um den Puck in das Tor zu lenken. Dieses Tor raubte der Nauheimer Mannschaft den Kampfesmut, wir wurden jetzt überlegen.


Schließlich schoß in der 10.min die Reihe Nyschan-Gebert-Schulz mit dem 4:0 ihr zweites Tor, den Nauheimern waren damit erst einmal die Teufelshörner abgesägt.
Das Mitteldrittel spielten wir zunächst deutlich schneller und aufmerksamer als unser Gegner, wir waren komplett überlegen und konnten minutenlang fast nach Belieben ein Training zum Üben des Kombinationsspieles durchführen. Dabei wurden aber auch die Schwächen in unserem Spiel sichtbar: die Paßgenauigkeit und -temperiertheit ließen sehr zu wünschen übrig und unser Spielfluß wurde dadurch immer wieder unterbrochen.


In der 26.min führte eine dieser genannten Kombinationen wie aus dem Lehrbuch zu einem Tor mit Ansage: Robby Heinzel und Justin Geschke spielten Steven Nyschan so in Schußposition, daß diesem nichts anderes übrigblieb, als mit seinem heutigen dritten Tor zum 5:0 zu verwandeln.


In der 30.min ähnliche Situation: wir befanden uns in Unterzahl, Nauheim in unserem Drittel im verzweifelten Bemühen, eine gefährliche Situation gegen uns heraufzubeschwören, da gelangen Luis Rentsch und Tony Domula ein blitzartiger Konter, sie bedienten den mitgesprinteten Robin Krautz, der den Puck zum 6:0 versenkte. Ein wiederum sehr schöner Konter wie aus dem "Großen Buch des Eishockeys"!
Für Nauheim war dies das Zeichen, den Tormann auszutauschen- es kam wie gestern die Torhüterin Zoe auf das Eis. 


Sie wurde kurz darauf, in der 31. und 32. min., von ihrer Mannschaft zweimal schmählich alleingelassen, so daß sich Luis Rentsch jeweils die Ecke ihres Tores aussuchen konnte, das waren dann für ihn heute vier Tore und eine Vorlage. Es stand nun bereits 8:0 und ein zweistelliges Resultat rückte näher.


Das bemerkten auch die Spieler aus Nauheim und versuchten, wieder etwas mehr für ihr Spiel zu tun. Die Torhüterin war durch die beiden Tore innerhalb kürzester Zeit auf Touren gekommen und verteidigte ihr Gehäuse nun geschickt und mit viel Umsicht.


In der 39.min war es dann soweit: Danil Woskresenskij sprintete in einen Querpaß unserer Spieler hinein und bis vor unser Tor, wo er mit einem straffen Schuß dem ansonsten fehlerfreien Daniel Köther keine Chance ließ. Dieses Tor war auf Grund des ständigen Bemühens von Nauheim, Gleichwertigkeit auf dem Eis zu erzeugen, hochverdient. Der Ehrentreffer hatte auch Signalwirkung, denn der Name des Torschützen heißt auf Deutsch "Auferstehung". Und eine gewisse Auferstehung erlebten die Roten Teufel nun.


Im Schlußdrittel verteidigten sie aufopferungsvoll und gut abgestimmt ihr Tor, die Torhüterin wußte zudem offensichtlich immer schon vor dem Schuß unserer Stürmer, wo diese hintreffen wollten und ließ so nichts zu. Aber auch unser letzter Mann hatte reichlich zu tun, seinen Kasten rein zu halten.
Erst in der 58.min, als wir mit einem Mann mehr auf dem Eis standen, gelang Steven Nyschan (Habel, Krautz) das nächste Tor- 9:1. In der verbleibenden kurzen Zeit gelang nichts zählbares mehr, ein zweistelliger Sieg blieb uns verwehrt und den Nauheimern eine zweistellige Niederlage erspart.
 
Mit diesen zwei Siegen konnten wir unseren vierten Tabellenplatz nach hinten absichern und taten reichlich etwas für das Torverhältnis. Da die vor uns liegenden Wolfsburger bei ihren beiden Heimspielen zwei Punkte liegen ließen, haben wir nunmehr lediglich noch einen Punkt Rückstand auf diese auf dem Konto. 
Die beiden deutlichen Siege dieses Wochenedndes sind ein weiterer Beweis für die Weiterentwicklung, die unsere Mannschaft seit Saisonbeginn erfahren hat, wir erinnern nur an die Hinspiele im September, als wir mühsam erkämpfte drei Punkte mit nach Hause brachten. 
Und dann wehte noch eine wärmende Nachricht aus Bad Nauheim in die Halle: unsere dort gegen die Roten Teufel antretende U17-Mannschaft entführte vier Punkte und konnte ihre deutliche Spitzenposition ausbauen.


Für unsere U20 kann es bei ihren nächsten Spielen in drei Wochen in Duisburg nur darum gehen, gegen den Tabellenzweiten ihr gewachsenens Können unter Beweis zu stellen. Es steht eine deutliche Wiedergutmachung mit Punktgewinn gegen die vermeintlich stärkeren Duisburger an, denn aus den beiden Heimspielen wurde lediglich ein Punkt erobert. Bangemachen zählt nicht!
 

 

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