19.02.2019

U17 Qualifikationsrunde gegen den Krefelder EV

Am Wochenende standen zwei Heimspiele der Qualifikationsrunde gegen den Krefelder EV auf dem Programm.

In der Hauptrunde gab es zwei Siege und zwei Niederlagen, wobei die letzte in Krefeld besonders schmerzhaft ausfiel. Insofern waren also Wiedergutmachung und deutliche Rache angesagt.

In den ersten Minuten war es ein verteiltes Spiel, ohne das eine Mannschaft reale Torchancen herausarbeiten konnte. Es war aber bereits zu erkennen, was unser gesamtes Spiel kennzeichnen sollte: die Abwehrarbeit war zu inkonsequent, Zweikämpfen, direktem Körperkontakt wurde weitgehend aus dem Weg gegangen, die gegenseitige Absicherung fand nur auf dem Papier statt.

Nach zwölf Minuten war es dann soweit: mehr oder weniger interessiert beobachtete unsere Verteidigung, wie Krefeld sich zu unserem Tor durchkombinierte und dann zum 1:0 verwandelte.

Allerdings haben wir für solche Situationen, wenn nichts im Mannschaftsgefüge richtig läuft, unsere berühmt-berüchtigten Sprinter in der Hinterhand, die so manche Schwäche in der Abwehr mit einem überraschenden Tor ausbügeln können.

Und so nutzte nur 25 Sekunden später Nick Garreis eine kleine Unaufmerksamkeit in der Krefelder Abwehr, lief mit seinem bekannten Antritt die nötigen zwei Meter Vorsprung heraus und konnte nun unbedrängt und handlungssicher zum Ausgleich einnetzen.

In der 17.Minuten dieselbe Situation wie beim ersten Gegentreffer: konsterniert beobachtete man auf unserer Seite, wie Krefeld sich geschickt durch die spalierstehenden Weißwasseraner hindurchkombinierte und den Puck zum erneuten Führungstreffer hinter den chancenlosen Nick Vieregge ins Tor versenkte.

Aber- wie sich die Bilder gleichen- zwei Minuten später ließ sich nun Sascha Berger auf unserer Seite nicht lange bitten, in einen Paßversuch der Krefelder hineinzusprinten, nahm die Einladung dankend an, holte sich den erforderlichen Freiraum mit drei schnellen Berger-Schritten und trickste überlegt den Krefelder Goalie zum 2:2 aus. Besondere Würze erhielt dieser Treffer dadurch, daß er in Unterzahl erziehlt wurde.

So ging es dann zur ersten Pause.

Das zweite Drittel wurde von uns trotz unseres bereits angesprochenen kritikwürdigen Abwehrverhaltens überlegen geführt.

Und so fielen die Tore zur Freude der Zuschauer mit Regelmäßigkeit. In der 29. Minute wurde in Unterzahl Nick Garreis von Mischa Goldenberg und Sascha Berger mustergültig in Position kombiniert, so daß dieser mit seiner sicheren Technik keine Mühe hatte, den 3:2-Führungstreffer zu erzielen. Kurze Zeit später, in der 33. Minute, ein ähnliches Bild: Toni Domula, gerade eben von der Strafbank gekommen, paßte zu Niclas Pätzold, der gedankenschnell  zum besser positionierten Nick Garreis weiterleitete. Nick krönte sein sehr gutes Spiel mit einem humorlosen Schuß, der sein Ende erst im Krefelder Netz hinter dem Tormann fand- sein drittes Tor in diesem Spiel.

Und bereits eine Minute später fanden sich die beiden Sprinter Nick und Alex gemeinsam mit dem umsichtigen Marlon Braun zur schönsten Kombination des Abends. Nick überwand mit überfallartiger Geschwindigkeit das Mitteldrittel und stieß tief in die Krefelder Verteidigung hinein, paßte zum mitgelaufenen Marlon Brando nach rechts, der mit Superquerpaß nach links zum Berger-Blitz die Krefelder Abwehr ganz alt aussehen ließ. Unser Kapitän versenkte den Puck mit raubtierartiger Eleganz kommentarlos ins Netz. Gar mancher auf den Rängen konnte sich Jubelrufen nicht enthalten...

Leider verfiel nach dieser scheinbar sicheren 5:2-Führung unsere Abwehrarbeit zunehmed, die Zuordnung wurde nicht mehr eingehalten und den gegnerischen Spielern der Raum regelrecht angeboten. So sah sich Trainer Mücke genötigt, trotz deutlicher Führung eine Auszeit zu nehmen. Seine Worte ließen an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig und waren wohl noch vor dem Stadion zu hören.

Der Schlußabschnitt bot außer unserer verbesserungswürdigen Abwehrarbeit und einem Gegentor nichts aufregendes. Das Gegentor allerdings war bezeichnend: der Krefelder Angreifer wand sich im Alleingang auch noch um den letzten unserer Spieler und konnte in aller Ruhe den von seinen Vorderleuten alleingelassenen Nick im Tor übewinden...

Trotzdem: es war ein Sieg und dazu gibt es unseren allerherzlichen Beifall!

 

Das zweite Spiel am Sonntag sah eine besser eingestellte Weißwasseraner Verteidigung, sie ließ im Vergleich zum Vortagesspiel nur etwa die Hälfte der Anzahl Schüsse auf das diesmal von Marius Block sehr gut gehütete Tor zu.

Das erste Drittel ging zwar noch mit 0:1 verloren, dann allerdings drehten unsere Spieler zu richtig auf.

In der 23.min erzielte der wiederum umsichtig agierende Marlon Braun nach Vorarbeit Michael Goldenberg und Stani Drozd-Niekurzak den Ausgleich.

In der 32. Minute kam der große Augenblick für unsere Nationalspielerin Thea Bartell. Sie brachte den Puck, der sie über Micha Goldenberg und Steven Nyschan erreichte, sicher im gegnerischen Kasten unter.

Gratulation, Thea!

Und schließlich, kurz vor der Drittelsirene, krönte Marlon Braun seine Leistung des Wochenendes mit seinem zweiten Tor in diesem Spiel. Toni Domula und Micha Goldenberg, der sich damit den dritten Scorerpunkt sicherte, bedienten ihn mustergültig, so daß er keine Mühe hatte, das winning goal zum 3:1 in die Maschen zu hauen.

Im Schlußdrittel war das Feuer aus unserem  Spiel heraus, es gelang nicht mehr viel. Im Gegenteil, wir mußten in der 50.min den Anschlußtreffer hinnehmen und das  Spiel wurde unnötigerweise nochmal sehr spannend.

Letztendlich jedoch war es der zweite, wiederum verdiente Sieg dieses Wochenendes.

Die Vorbereitungen auf die Relegationsspiele, bei denen wahrscheinlich Wolfsburg  der Gegner sein wird, beginnen nun und da schmeckt ein Sechspunktewochenede als Vorspeise und Mutmacher ganz besonders.


+++ Beitrag gleich bewerten ~ kommentieren ~ teilen! +++

Kommentar verfassen

Bewertung*
* Pflichtfelder



Hinweis: Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Kommentar abgeben