23.11.2018

U17 21.11. gegen den ETC Crimmitschau

Groß waren die Hoffnungen der zu unserem Mittwochspiel gegen Crimmitschau in erfreulich großer Zahl erschienenen Zuschauer.

Sie konnten dann auch eine spannende, mit Athletik und Tempo geführte Partie sehen, bei der aber aus unserer Sicht noch viel Luft nach oben war...

Es zog sich wie ein roter Faden durch unser Spiel, von der ersten Minute bis fast zum Schluß: was nützt es, wenn unsere schnellen Sprinter, allen voran Nick Garreis und im Spielverlauf zunehmend Alex Berger, ein um's andere mal blitzartig vor dem gegnerischen Torwart auftauchen, einen Querpaß geben wollen oder ihn umrunden, um einen Rückpaß in den Slot zu geben, wenn dort gar kein Slot ist, sondern eine gähnende Leere, ein Vakuum? So kann man ein Eishockeyspiel wohl nicht gewinnen...

Aber immer noch sind unsere schnellen Spitzen für einige Tore gut, trotz der zu geringen Zahl an herausgearbeiteten Chancen. Wie zum Beispiel in der 15.min: Ronny Gebert gibt aus dem eigene Drittel einen schnellen Paß nach links zu Alex Berger, dieser macht sich mit zwei, drei blitzartigen Schritten frei und kann damit unbedrängt einen genauen Pass in die Mitte zu Stanislaw Drozd-Niekurzak geben, der setzt sich durch und überwindet im zweiten Zufassen den Crimmitschauer Torwart. 

So hätten wir uns das noch viel öfter gewünscht!

Leider nutzte Crimmitschau die leichten Unkonzentriertheiten in unserer Abwehr nach dem Führungstor und erzielte postwendend drei Minuten später, zusätzlich noch unterstützt durch eine Bankstrafe gegen uns, den Ausgleich: der vielbeschäftigte Nick Vieregge im Tor  mußte doch einmal einen Schuß prallen lassen und Crimme netzte gedankenschnell aus Nahdistanz ein.

Im zweiten Drittel war Crimmitschau die deutlich bessere Mannschaft. Schnell und kompakt erschienen unsere Gegner immer wieder kreuzgefährlich vor unserem Tor, da müssen die Tore einfach fallen. Und sie fielen: in der 25. und 34. Minute. Unsere Mannschaft war viel zu zaghaft, die Stürmer viel zu sehr auf sich allein gelassen, selbst einige technische Kabinettstückchen brachten da nichts. Mit einem 1:3-Rückstand ging es nun in das letzte Drittel.

Dieses begann zunächst so, wie die anderen bereits verlaufen waren: Crimmitschau mit kompaktem Angreifen, bei uns Zaghaftigkeit. Als Crimmitschau etwas nachließ und das Spiel ein klein wenig verflachte, erwachte in unseren Jungs dann doch der Wille, sich zu wehren und das vermeidbare zu vermeiden.  

Eine Situation in der 47.min, die für Crimmitschau schon fast bereinigt schien, gab Toni Domula noch nicht her und verwandelte knallhart aus Halbdistanz zum 2:3. Unsere Spieler witterten jetzt Morgenluft und versuchten von nun ab mehr und mehr mit mannschaftlicher Geschlossenheit zum Erfolg zu kommen, das Spiel wurde endlich strukturierter mit deutlichem Zug zum Tor . Als in der 57. min Crimmitschau eine Bankstrafe erhielt , konnten wir sofort die Box aufbauen, Toni Domula wurde über Berger-Braun mustergültig freigespielt und hämmerte genußvoll den Puck aus halblinks unhaltbar ins Netz. Genauso wie sich die Zuschauer freuten, so jubelte auch Alex Berger mit sehenswerten Freudensprüngen.

In der verbliebenen kurzen Zeit bis zum Spielende versuchte unsere Mannschaft nun, angetrieben vom unermüdlichen Alex, den Sack in der offiziellen Spielzeit zuzumachen. Aber Crimmitschau gab ebenfalls alles, ein Tor gelang nicht mehr.

Das nun fällige Penaltyschießen zeigte die technische Klasse und Nervenstärke unserer Spieler. Nick Vieregge im Tor ließ sich nicht überwinden, im Gegenzug tanzte erst Stani Drozd-Niekurzak den gegnerischen Tormann aus, dann tat es ihm Alex Berger gleich und kam zu seinem hochverdienten Treffer. 

Das nächste Spiel wird ein ganz schweres: die weite Fahrt nach Köln, dem überlegenen Spitzenreiter, steht an. Allerdings ist auch noch über eine Woche Zeit, um an die Behebung der klar erkannten Schwächen zu gehen. Das dürfte doch zu machen sein... 

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