06.02.2019

U15 SG Weißwasser/Niesky gegen Eisbären Juniors

Für unsere SG Weißwasser/Niesky der U15 stand das Heimspiel gegen die Eisbären Juniors auf dem Plan.

Es war das erste Aufeinandertreffen beider Mannschaften in dieser Saison, entsprechend groß war die Spannung, wie sich unsere Mannschaft schlagen würde.

Es ging recht munter los, das Spiel lief zunächst hin und her, ohne das sich eine Mannschaft einen entscheidenden Vorteil erarbeiten konnte. In der sechsten Minute erhielten die Eisbären eine Zweiminutenstrafe und bei uns machte man sich daran, die Box aufzubauen. Berlin schnappte sich allerdings den Puck und erzielte in Unterzahl überraschend und wie aus dem Nichts heraus den Führungstreffer zum 0:1. In der 15. Minute war es nicht viel anders: durch einen schnellen Konter wurde unsere gesamte Abwehr komplett ausgespielt und der Berliner Torschütze hatte keine Mühe, den Puck in unserem fast völlig entblößtem Tor unterzubringen. 

Dieser traurige Zwischenstand hatte aber keinerlei Einfluß auf unseren Kampfesmut und Siegeswillen, denn bereits zwei Minuten später setzte Luca Brauner zu einem Solo an, bei dem er Dank seiner enormen Geschwindigkeit allen Berliner Versuchen, ihn zu stoppen, entkam und noch die Konzentration aufbrachte, den Tormann mit humorlosem Schuß zum 1:2-Anschlußtreffer zu überwinden. Ein Klassetreffer!

In der Drittelpause wurde es klar gesagt: trotz des Rückstandes ist noch alles offen und ein Sieg gegen diese Berliner Mannschaft durchaus im Bereich des Möglichen.

Und so betrat unsere Mannschaft mit dem festen Willen das Eis, das Ruder herumzureißen und die Grundlage für den Sieg in konzentrierterer und technisch sicherer Spielweise zu suchen. Und sofort gewannen wir Übergewicht und ließen die Berliner kaum noch zur Entfaltung kommen. Folgerichtig fielen dann die Tore: in der 24. Minute vollendete Maciek Zielinski eine Kombination mit Yves Platzk und der stark spielenden Maya Stöber zum 2:2-Ausgleich und in der 31. Minute krönte Justin Treise seinen Sololauf mit dem Führungstreffer. Zwei Minuten später vertändelten unsere Stürmer unkonzentriert einen Zwei-gegen-Null-Konter, ehe in der 36. Minute Janek Juchniewicz zum 4:2 einnetzte.

Leider ließ sich unsere gesamte Abwehr eine Minute später komplett ausspielen, so daß unsere Spieler nur noch konsterniert und wie festgenagelt hinterhersehen konnten, wie der Puck zum 4:3-Pausenstand in unserem Tor verschwand.

In der zweiten Pause tauschte Trainer Bartell den Torhüter: für Ben Broda stand nun Winona Stein im Kasten. Damit hatten wir jetzt drei Damen auf dem Eis, denn Neele-S. Deckert war wie Maya bereits seit Beginn dabei.   

Es sollte ein starker Auftritt für unsere Torhüterin werden, denn sie hielt ihren Kasten rein, auch einen Berliner Penalty konnte sie problemlos entschärfen! Als sie doch einmal überwunden schien, bemerkten die aufmerksamen Schiedsrichter, daß der Treffer statt mit dem Schläger mit dem Schlittschuh erzielt wurde und erkannten ihn als solchen nicht an.

Auf der Gegenseite waren unsere Stürmer ständig bemüht, sich Chancen zu erarbeiten, viele viele technische Unzulänglichkeiten verhinderten aber einen geordneten Abschluß der ständigen Angriffe, die sie immer wieder vor das Berliner Tor trugen. Die Berliner waren nun zwar unterlegen, wurden aber immer wieder höchst gefährlich, der Schlittschuhtreffer und der Penalty zeigten es deutlich.

So war die Begegnung bis zum Schluß ein Zitterspiel, ehe unsere Spieler mit dem Abpfiff erleichtert die Arme hochreißen konnten.

Die Zuschauer verabschiedeten sie mit anerkennendem Beifall.

  

 

Rückspiel am 3.Februar in Berlin

 

Nach dem vollen Punktgewinn vom Vortag sollten natürlich auch beim Auswärtsspiel der eine oder andere Zähler nach Hause in den Fuchsbau mitgenommen werden.

Allerdings dachten die Berliner ähnlich...

Sie gingen in der 15.min in Führung. Luca Brauner konnte auf Vorlage von Simon Seidel drei Minuten später ausgleichen. Als sich alle schon beim Pausentee sahen, überwanden die Berliner fünf Sekunden vor Ende des ersten Drittels unsere Abwehr und konnten ihn sich anschließend in aller Ruhe in der Kabine schmecken lassen. 

In unserer Kabine floß scheinbar nicht nur der Tee in die Kehlen der Spieler, sondern drangen auch die analysierenden und fordernden Worte des Trainers in ihre Ohren, denn im zweiten Drittel zeigte unsere Mannschaft so richtig, was sie auf dem Kasten hat: in der 27.min konterten Nils Herzog und Simon Seidel in Unterzahl die unaufmerksamen Berliner aus, so daß der blitzschnelle Luca Brauner bedient werden konnte und zum Ausgleich verwandelte. Und in der 32.min ähnliche Situation: in Unterzahl erkannte der aufmerksame Kevin Herscher den zum Sprint lauernden Janek Juchniewicz, bediente ihn mit genauem Paß, so daß dieser wenig Mühe hatte, zur 3:2-Führung zu verwandeln. 

Leider gelang den Berlinrn in der 39.min doch wieder der Ausgleich.

Das Schlußdrittel mußte also die Entscheidung bringen. Und sie brachte sie- für die Eisbären... Unsere Spieler hatten scheinbar ihr Pulver für heute verschossen, es gelang nichts zählbares mehr. In der 57. Minute, als ein Punktgewinn für uns schon in der Ferne sichtbar war, konnten die Berliner ihren Siegtreffer in unserem Kasten versenken.

 

Immerhin- ein Dreipunktewochenende. Würde dies immer so gelingen, sähe unsere Welt etwas anders aus...

Am kommenden Sonnabend erwarten wir im heimischen Fuchsbau die SG Chemnitz/Leipzig/Crimmitschau. Mit fleißigem Techniktraining in den nächsten Tagen kann mehr Sicherheit in unser Spiel einziehen, so daß sich unser Punktekonto weiter füllt. 

 

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