13.03.2019

U15 gegen Dresden 10.03.2019

Unsere U15-Mannschaft, die sich im bisherigen Verlauf der Saison auf einen soliden Mittelfeldplatz gespielt hatte, sah sich durch Vorgänge, die nicht in ihrer Macht liegen, in der vorigen Woche urplötzlich auf dem bereits sicheren Relegationsplatz gegen den Abstieg wieder. Natürlich ist allen klar, daß sie dort mitnichten hingehört und sie bewies das heute auch nachdrücklich.

In den ersten Minuten spielte Dresden mit deutlich mehr Druck, unsere Spieler konnten lediglich Einzelaktionen durch die extrem schnellen Nils Herzog und Luca Brauner entgegensetzen. Und so fiel das Führungstor für Dresden fast folgerichtig: nachdem eine gefährliche Situation bereits abgewendet schien, kam doch noch ein Nachschuß von den Dresdenern, der auf dem Weg zu Ben Brodas Kasten noch unhaltbar abgelenkt wurde und uns in Hinterhand brachte. Die Verdatterung, die sich bei unseren Spielern einstellte, nutzten die Dresdener zu überlegenem Spiel. Unsere Spieler mußten mehrere Minuten lang ihre Gedanken erstmal neu ordnen...

Endlich dann, nach dreizehn Minuten, überschritt unser Kapitän Marlon Braun erstmalig die blaue Linie der Dresdener und leitete einen Angriff ein. Unseren Spielern gelang es, durch genaue Kombinationen höchste Gefahr vor dem Dresdener Tor aufzubauen. Über Mischa Goldenberg kam der Puck zu Jacek Juchniewicz, der nicht lange fackelt und die Kleine Schwarze erst im Dresdener Netz zur Ruhe kommen ließ.

Leider stellte Dresden postwendend 80 Sekunden später den alten Abstand wieder her. Unsere Abwehr ging viel zu lasch mit den Gästestürmern um, die sich nicht lange bitten ließen und ihre 2:1-Pausenführung herausschossen.

Im zweiten Drittel steigerte sich unsere Mannschaft ganz erheblich. Sie spielte schnell und aggressiv von allen Postionen. Aber die gut organisierte Dresdener Abwehrarbeit ließ keinen Treffer zu.

Ihrerseits kreuzten auch die Dresdner immer wieder höchst gefährlich vor unserem Tor auf, es gelang aber auch ihnen nicht, unsere inzwischen in Gang gekommene  und immer lebhafter arbeitende Verteidigung auszumanövrieren. Was unseren Verteidigern doch einmal durch die Schläger huschte, griff sich der aufmerksame Ben Broda im Tor.

So verlief das Drittel ausgeglichen, keine Mannschaft konnte sich zählbare Vorteile erarbeiten, mit der 2:1 Führung für Dresden ging es in die zweite Pause.

Mit dem Anpfiff zum Schlußdrittel wollte es unsere Mannschaft nun endlich wissen.

Marlon Braun entschloß sich deshalb, eine Dresdener Strafe auszunutzen und zu seiner ererbten Geheimwaffe zu greifen: dem haargenauen und knallharten Blueliner! Erst von Mischa Goldenberg und dann von Luca Brauner auf seiner Bahnkurve abgelenkt, landete der Puck effektvoll im Dresdener Tor. Das langerwartete Unentschieden war erreicht.

Den Elan des eben erzielten Tores nutzten in der 45.min Simon Seidel und Maciek Zielinski zu einer schachartigen Kombination, mit der sie Kevin Herscher super freispielten. Dieser zielte genau in die Lücke im gegnerischen Tor und traf sie auch !

Wie so oft, ließ die Freude über dieses schöne Tor und die endlich erreichte Führung die Abwehr unkonzentriert werden und schon dreißig Sekunden später erreichte Dresden zum zweitenmal den Ausgleich und das Spiel begann von vorn.

Allerdings waren der Elan und der Siegeswille unserer Mannschaft jetzt vollends erwacht. Und Jan Juchniewicz wollte nun zum zweitenmal am heutigen Tag zeigen, wie ein Tor geschossen wird. Er bekam den Puck noch in der eigenen Hälfte vom enorm aktiven Nils Herzog, flog ganz links an der Bande entlang über das halbe Spielfeld unaufhaltsam in Richtung Dresden-Tor und ließ einen Strich in das Dresdener Gehäuse hineinzischen. Das war das 4:3 und Winning Goal in der 48.Minute!

Das Spiel war aber noch lange nicht beendet und wurde noch richtig dramatisch.

In der 53.min konnte einer unserer vielen gefährlichen Angriffe nur auf Kosten eines Fouls an Luca Brauner gestoppt werden. Die fällige Strafe mußte die entgültige Entscheidung bringen! Und sie brachte sie auch. Nachdem die Dresdener sich zwei Minuten tapfer gegen das Unabänderliche gewehrt hatten und sich die Tür der Kühlbox für den rückkehrenden Dresdener bereits wieder geöffnet hatte, erhielt Mischa Goldenberg den Puck von der Tarantel Stöber und Justin Treise und setzte nach Braun-Vorbild zum Halbdistanz-Schuß an. Der Schuß landete mit hellem Klang am rechten Pfosten und dann vom Rücken der bedauernswerten Torfrau hinter der Torlinie. 55.Minute, aus einem 1:2 zu Drittelbeginn wurde verdientermaßen die 5:3-Führung erkämpft.

Aber unsere Mannschaft wollte es nochmal spannend machen: Tim Helas mußte in der 57.min wegen Stockschlags auf der Bank Platz nehmen (die einzige Strafe für uns in diesem Spiel, gegenüber fünf Dresdenern), Dresden nahm eine Auszeit und wollte uns anschließend mittels sechs-zu-vier Übermacht in die Mangel nehmen.

Das ging allerdings heftig in die Hose: der entsetzte Schiedsrichter mußte kurz darauf erleben, wie sein Weltbild zusammenbrach, denn es standen plötzlich sieben Dresdener Spieler auf dem Eis...

Die nun fällige Strafe ließen alle Dresdener Ambitionen beenden und wir hatten dieses schöne und spannende Spiel gewonnen!

Wenn auch etwas verlegen, so ließen sich unsere Spieler verdientermaßen feiern. Vor den Relegationsspielen, in die sie unverdientermaßen hineingeschlittert sind, brauchen sie sich wahrlich nicht zu fürchten.

 

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